Madeira passt das Rechtsregime der Bodenstrukturierung an die Inselrealität an
Der Regionalregierungsrat hat den Vorschlag für ein regionales Gesetzesdekret angenommen, das das Rechtsregime der Bodenstrukturierung und die Kultureinheit in der Autonomen Region Madeira festlegt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, das Gesetz Nr. 111/2015 vom 27. August, das das Rechtsregime der Bodenstrukturierung (RJEF) genehmigt, mit den durch das Gesetz Nr. 89/2019 vom 3. September eingeführten Änderungen an die Besonderheiten der Region anzupassen.
Die Entscheidung ergibt sich aus der Notwendigkeit, die nationale Gesetzgebung an die Bodenstruktur Madeiras anzupassen, die einzigartige Merkmale aufweist. Die steile Orographie, die Organisation der Agrarlandschaft in Terrassen, das historische Netz von Levadas, das Überwiegen von Mikroparzellen, die aus mehrgenerationaler Erbfragmentierung resultieren, und das Fortbestehen rechtlicher Situationen aus dem alten Kolonialregime, bilden eine insulare Bodenrealität, die sich strukturell von der auf dem Festland unterscheidet.
Das häufige Nebeneinander von landwirtschaftlicher und wohnwirtschaftlicher Nutzung in gemischten Gebäuden, der städtische Druck in ländlichen Gebieten am Stadtrand und die hohe Inzidenz von ungeteilten Erbschaften und veralteten Katastersituationen führen zu rechtlichen und administrativen Besonderheiten, die normative Lösungen erfordern, die der Organisation der regionalen Dienste, dem regionalen Katasterinformationssystem und den in der Region geltenden Instrumenten der Raumplanung angemessen sind.
Die direkte und vollständige Anwendung des RJEF auf das Gebiet der Autonomen Region Madeira erwies sich als unzureichend, um die Ziele der Bodenrationalisierung, der landwirtschaftlichen Nachhaltigkeit, der Rechtssicherheit und der territorialen Kohärenz proportional und effektiv zu gewährleisten. Mit dieser Anpassung beabsichtigt die Regionalregierung, einen Rechtsrahmen zu schaffen, der den Herausforderungen und Besonderheiten des ländlichen Eigentums auf Madeira effektiver begegnet.
Der Vorschlag wird nun der Gesetzgebenden Versammlung der Autonomen Region Madeira zur Genehmigung vorgelegt.
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